Nominierte für den Aspirin Sozialpreis
Innovatives Patenschaftsmodell: Das Berliner Projekt Ambulante Sozialpädagogik Charlottenburg e.V. (AMOSC) vermittelt Kindern psychisch erkrankter Eltern ehrenamtliche Begleiter und verbindet dabei emotionale Hilfe mit Präventionsarbeit.
Wahlverwandte fürs Leben
Ambulante Sozialpädagogik Charlottenburg e. V. (AMSOC)
Patenschaften für Kinder psychisch erkrankter Eltern
Ort: Berlin
Aktionsradius: lokal
Kinder psychisch kranker Eltern gehören zu den Hochrisikogruppen für psychische Krankheiten, wenn sie nicht rechtzeitig unterstützt werden. Genau dort setzt die Ambulante Sozialpädagogik Charlottenburg (AMSOC) mit ihrem Patenschaftsangebot an. Seit 2005 vermittelt die Initiative Kindern psychisch erkrankter Eltern ehrenamtliche Paten. Diese übernehmen mindestens einmal pro Woche sowie an einem Wochenende pro Monat die Betreuung der Kinder und stehen ihnen dauerhaft als Ansprechpartner zur Verfügung – insbesondere in den Krisenzeiten der Eltern. In diesen Phasen nehmen die Paten die Kinder bis zu acht Wochen lang bei sich auf. Dafür schließen sie mit den Eltern eigens einen Vertrag ab.
Ziel der Initiative ist es, die Heranwachsenden zu unterstützen, emotional zu stabilisieren und zu verhindern, dass sie selbst psychisch erkranken. Dieses Präventionsangebot richtet sich in erster Linie an die Kinder. Gleichzeitig geht es der Initiative aber auch darum, die erkrankten Eltern zu entlasten und Mitverantwortung zu übernehmen. Darüber hinaus wollen die mehr als 28 ehrenamtlichen und drei hauptamtlichen Mitarbeiter durch ihr Engagement auf die Probleme betroffener Familien aufmerksam machen. Im Jahr 2009 sind 13 Patenstellen geschaffen worden, die nun vermittelt werden sollen. Langfristiges Ziel der Initiative ist es, jährlich zehn bis 20 neue Patenstellen zu etablieren. Im laufenden Jahr sollen dafür zwei Patenschulungen stattfinden.
Mehr Informationen unter: www.amsoc.de
Ganzheitliche Nachsorge für kleine Patienten: Der Bunte Kreis Duisburg e.V. unterstützt Famillien nach langen Klinikaufenthalten ihrer Kinder und ermöglicht eine enge Vernetzung stationärer und ambulanter Hilfe.
Hilfe mitten im Leben
Bunter Kreis Duisburg e. V. – Niederrhein und westliches Ruhrgebiet
Sozialmedizinische Nachsorge
Ort: Duisburg
Aktionsradius: regional
Wenn Kinder zu früh auf die Welt kommen, einen tragischen Unfall erleiden oder eine schwere Erkrankung festgestellt wird, ändert sich das ganze Leben – nicht nur für den jungen Patienten, sondern auch für seine Angehörigen. Der Bunte Kreis Duisburg e. V. hilft den Familien dabei, mit der neuen Lebenssituation zurechtzukommen. Ein interdisziplinäres Team – unter anderem bestehend aus Sozialpädagogen, Kinderkrankenpflegern und Psychologen – unterstützt nach dem Klinikaufenthalt bei der Versorgung des genesenden Patienten sowie bei der Organisation des Alltags, des Haushalts und des Familienlebens. Die Betreuer fühlen sich dabei dem ganzheitlichen Ansatz verpflichtet.
Um den Übergang in die Nachsorge zu erleichtern und auch zu Hause eine möglichst optimale Versorgung zu gewährleisten, nehmen die Projektmitarbeiter ihre Arbeit bereits während des stationären Klinikaufenthalts auf.
Gemeinsam mit der Familie wird ein individueller und zielgerichteter Hilfeplan erstellt und koordiniert. Die Kooperation mit allen Duisburger Kinderkrankenhäusern, niedergelassenen Kinderärzten und Therapeuten sowie verschiedenen sozialen Einrichtungen ermöglicht eine enge Vernetzung stationärer und ambulanter Hilfen. Das Angebot der Duisburger Initiative umfasst darüber hinaus auch die psychosoziale Nachsorge in Form von Gesprächen. Der Anspruch der Projektmitarbeiter ist es dabei, Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten. Der Bunte Kreis Duisburg wurde 2002 gegründet. Jedes Jahr unterstützt die gemeinnützige Initiative rund 60 Kinder, Jugendliche und ihre Familien.
Mehr Informationen unter: www.bunter-kreis-duisburg.de
Der Deutsche Kinderhospizverein e.V. unterstützt Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern und bringt Betroffene miteinander in Kontakt. Der Verein ist Vorreiter in der deutschen Kinderhospizbewegung.
Gemeinsam auf dem Weg
Deutscher Kinderhospizverein e. V.
Begleitung von lebensverkürzend erkrankten Kindern und deren Familien
Ort: Olpe
Aktionsradius: bundesweit
Der Deutsche Kinderhospizverein ist eine Anlaufstelle für Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern. Das zentrale Anliegen der Initiative ist, Betroffene miteinander in Kontakt zu bringen, den Austausch zu fördern und konkrete Hilfestellungen beispielsweise bei Anträgen auf Sozialleistung oder in finanziellen Notsituationen zu geben. Der Verein unterhält bundesweit 16 ambulante Kinderhospize, für deren Arbeit er ein eigenständiges Konzept entwickelt hat. Die Angebote orientieren sich eng an den Bedürfnissen der Zielgruppen, zu denen neben den betroffenen Kindern, Eltern und Geschwistern auch das soziale Umfeld gehört. Beispiele hierfür sind etwa ein Lehrerprojekt zur Verankerung des Themas „Kinder und Tod“ im Lehrplan sowie ein speziell für Geschwister entwickeltes Projekt.
1998 etablierte der Verein das erste stationäre Kinderhospiz in Deutschland. Es diente als Vorbild für acht weitere Kinderhospize. Um die Betroffenen zu stärken und ihre Auseinandersetzung mit den Themen Tod und Sterben zu unterstützen, bietet die unter dem Dach des Vereins agierende Deutsche Kinderhospizakademie darüber hinaus jährlich rund 40 Seminare für Angehörige, Trauernde, ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter an.
Der Deutsche Kinderhospizverein gehört zu den Wegbereitern der Kinderhospizarbeit in Deutschland. Die Initiative wurde 1990 in Olpe von sechs Familien mit unheilbar erkrankten Kindern gegründet. Sie war bundesweit die erste zentrale Anlaufstelle dieser Art. Heute engagieren sich im Deutschen Kinderhospizverein rund 500 ehrenamtliche sowie 36 hauptamtliche Mitarbeiter für die Begleitung und Betreuung lebensverkürzend erkrankter Kinder sowie ihrer Familien und bieten Unterstützung zur Selbsthilfe. Langfristiges Ziel des Vereins ist es, Kinderhospizarbeit als zentrales Thema in der Gesellschaft zu verankern und flächendeckende Strukturen in ländlichen und städtischen Regionen aufzubauen.
Mehr Informationen unter: www.kinderhospizverein.de
Beim Berliner Projekt Haltestelle Diakonie e.V. betreuen Ehrenamtliche Demenzerkrankte und ihre Angehörigen. Im Mittelpunkt der Arbeit steht dabei der erkrankte Mensch und nicht die Krankheit, mit dem Ziel, die Lebensqualität der Betroffenen möglichst lange zu erhalten.
Lebensqualität erhalten
Haltestelle Diakonie – Diakonisches Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e. V.
Betreuung von Demenzkranken und Angehörigen
Ort: Berlin
Aktionsradius: regional
In Deutschland leben mehr als eine Million Menschen mit schweren Demenzerkrankungen, davon rund 50.000 in Berlin. Die Haltestelle Diakonie hat den Anspruch, diese Menschen sowie ihre Angehörigen durch eine wohnortnahe Betreuung zu unterstützen. Die Mitarbeiter der Initiative tragen nicht nur dazu bei, die Pflegenden zu entlasten, sondern ermöglichen darüber hinaus einen niedrigschwelligen Zugang zu weiteren Hilfsangeboten. Mit der Betreuung durch Ehrenamtliche haben die Diakonie-Stationen ihr Tätigkeitsfeld um einen neuen Aufgabenbereich erweitert. Rund 30 hauptamtliche und 450 ehrenamtliche Mitarbeiter engagieren sich in den regionalen Diakonie-Stationen in Berlin und Brandenburg für dieses Projekt. Kennzeichnend für ihre Arbeit ist es, dass sie sich dabei auf die erkrankte Person und nicht auf das Krankheitsbild fokussieren. Sie bieten stundenweise Betreuung in Gruppen oder einen regelmäßigen Besuchsdienst an. Ziel ist es, die Lebensqualität der Demenzkranken möglichst lange zu erhalten und eine frühzeitige Einweisung in ein Heim zu verhindern. Eine Vielzahl von Angeboten und Maßnahmen, ausgerichtet auf die Bedürfnisse der Betreuten, trägt dazu bei, diesen Anspruch zu erfüllen. Um die Demenzerkrankten zu aktivieren und anzuregen, werden beispielsweise Geschichten erzählt oder vorgelesen. Auch gemeinsame Bewegungsaktivitäten und Gesellschaftsspiele sind Inhalte der Gruppenstunden. Da für Menschen mit Demenz wiederkehrende Handlungen besonders wichtig sind, folgen Begrüßung und Abschluss in den Gruppen stets dem gleichen Ritual. Dass sich dabei jeweils ein Ehrenamtlicher um einen oder zwei Pflegebedürftige kümmert, ist Beleg für die Intensität der Betreuung und zeichnet die Arbeit der Haltestellen besonders aus. Insgesamt betreuen die ehrenamtlichen Mitarbeiter jährlich rund 500 Klienten.
Ins Leben gerufen wurde das Projekt im Jahr 2005. Mittlerweile hat sich in Berlin in jedem Bezirk eine Haltestelle Diakonie etabliert. Rund die Hälfte der insgesamt 40 Berliner Diakonie-Stationen hat somit die ehrenamtliche Arbeit für Menschen mit Demenz bei sich verankert. In Brandenburg startete der Projektaufbau Ende 2007. Derzeit gibt es dort 13 Haltestellen. Durch das flächendeckende bürgerschaftliche Engagement der Ehrenamtlichen in den Angeboten des Besuchsdienstes und der Betreuungsgruppen ist die Haltestelle Diakonie zu einem unverzichtbaren Angebot für Menschen mit Demenz und ihre Familien in Berlin und Brandenburg geworden. Künftig wollen die Haltestellen Diakonie ihre Projekte unter anderem noch stärker für ausländische Hilfesuchende öffnen.
Mehr Informationen unter: www.haltestelle-diakonie.de
Die mobile Wohnberatung der Freien Altenarbeit Göttingen e.V. informiert über Wohnen im Alter und erreicht die Menschen mit umfassender Hilfestellung dort, wo sie leben.
In vertrauter Nachbarschaft
Freie Altenarbeit Göttingen e. V. (Wohnberatungsmobil)
Wohnberatung für ältere Menschen
Ort: Göttingen
Aktionsradius: regional
Im Alter so lange wie möglich selbstständig zu sein und im vertrauten Umfeld zu bleiben – das ist der Wunsch vieler Menschen. Wie das möglich ist, zeigt die Mobile Wohnberatung Südniedersachsen der Freien Altenarbeit Göttingen: Das Projekt klärt mit seinem Beratungsmobil an öffentlichen Plätzen über seniorengerechtes Wohnen auf. Mit diesem 2008 gestarteten Projekt geht der Verein neue Wege, um die Menschen dort zu erreichen, wo sie leben.
Die Projektmitarbeiter fokussieren sich auf drei Schwerpunkte: Zum einen geben sie bei Hausbesuchen Anregungen, wie sich die eigenen vier Wände und der Garten so verändern lassen, dass alte Menschen dort gut zurechtkommen.
Dabei zeigen die ehrenamtlichen Berater auf, dass oftmals lediglich kleine Veränderungen in der Wohnung vorgenommen werden müssen. So tragen beispielsweise rutschfeste Böden und Treppen, beidseitige Geländer, Haltegriffe im Bad, eine ebenerdige Dusche und Sitzgelegenheiten in passender Höhe dazu bei, den Wohnraum an die Bedürfnisse älterer Menschen anzupassen. Zum anderen werden Hilfestellungen auch bei der Beantragung finanzieller Unterstützung bei den Pflegeversicherungen und Krankenkassen geleistet. Ein weiteres Ziel des Vereins ist es, nachbarschaftliches Engagement zu fördern und die Gesellschaft für dieses Thema zu sensibilisieren. Außerdem will das Projekt auf die Möglichkeiten gemeinschaftlichen Wohnens im Alter aufmerksam machen und auf diese Weise Alternativen zum Wohnen im Altenheim aufzeigen. So informieren die Berater beispielsweise über das Modell der Senioren-Wohngemeinschaft.
Drei hauptamtliche Mitarbeiter leiten die Mobile Wohnberatung Südniedersachsen. Unterstützt werden sie von einer Planungsgruppe und einem Wohnberater-Pool mit rund 40 Ehrenamtlichen. In den ersten zwölf Monaten seit ihrer Gründung setzte die Initiative ihr Beratungsmobil bei 80 Veranstaltungen ein und erreichte rund 12.000 Personen. Bisher konnten rund 20 Wohnungsanpassungen vorgenommen werden. Darüber hinaus wurden 21 ehrenamtliche Wohnberater ausgebildet und mehrere Nachbarschaftsinitiativen, etwa in Göttingen-Leineberg, gegründet.
Mehr Informationen unter: www.freiealtenarbeitgoettingen.de
Ein Projekt macht Schule: Der Leipziger Verein Irrsinnig Menschlich e.V. fördert mit seinem Aufklärungsprogramm an Schulen das seelische Wohlbefinden junger Menschen und baut Vorurteile gegenüber Betroffenen ab.
Seelisches Wohlbefinden fördern
Irrsinnig Menschlich e. V.
Schulaufklärung über psychische Erkrankungen
Ort: Leipzig
Aktionsradius: bundesweit
Während das Wissen der Bevölkerung über psychische Erkrankungen steigt, wächst zugleich die Distanz gegenüber betroffenen Menschen – das belegen Umfragen. Irrsinnig Menschlich will hier gegensteuern. Der Leipziger Verein hat den Anspruch, Jugendliche über psychische Gesundheitsprobleme aufzuklären. Prägend für den innovativen Ansatz der Initiative ist dabei die Überzeugung, dass es künftig eine der zentralen Aufgaben einer gesunden Schule sein wird, psychische Gesundheit zu erhalten und zu fördern sowie psychische Erkrankungen zu verhindern.
Mit dem Aufklärungsprogramm „Verrückt? Na und!“ fördert der Verein seit 2001 an Schulen im In- und Ausland das seelische Wohlbefinden von Heranwachsenden und Lehrern und bekämpft zugleich die Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Problemen. Das Projekt richtet sich an 14- bis 20-Jährige und ihre Lehrkräfte und dauert jeweils einen Schultag. Um die Jugendlichen dazu zu ermutigen, sich mit ihrem eigenen Leben und mit psychischen Erkrankungen auseinanderzusetzen, vermittelt der Verein persönliche Begegnungen mit Menschen, die psychische Erkrankungen durchgemacht haben. Dadurch wollen die Initiatoren dazu beitragen, die Wahrnehmung von psychischen Krisen – sowohl den eigenen als auch denen anderer Menschen – zu verändern und die jungen Menschen zu stärken. Auch Lehrer profitieren von diesem Angebot: Sie werden befähigt, ihre Schlüsselrolle als Bezugsperson besser auszufüllen. „Verrückt? Na und!“ will Mut machen, den Blick für das eigene Leben zu schärfen, Vorurteile und Ängste wahrzunehmen und zu überprüfen sowie sich mit Ressourcen für die Gesunderhaltung und Gesundung zu beschäftigen.
Das Netzwerk der Initiative umfasst 35 Gruppen in Deutschland und zwei im Ausland, die nach dem Konzept von „Verrückt? Na und!“ in Schulen ihrer Region arbeiten. Auf diese Weise erreicht die Initiative rund 15.000 Menschen pro Jahr. Ein weiterer Ausbau des Projekts – national wie international – wird angestrebt. Mittelfristig will der Verein darüber hinaus ein Zentrum zur Förderung der seelischen Fitness von Kindern und Jugendlichen gründen.
Mehr Informationen unter: www.irrsinnig-menschlich.de
Organspende im Fokus: Die „Jungen Helden“ aus Berlin fördern mit modernen Kommunikationsmitteln die Verbreitung von Organspendeausweisen und ermutigen junge Menschen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.
Zeit für eine persönliche Entscheidung
Junge Helden e. V.
Aufklärung & Information über Organspenden
Ort: Berlin
Aktionsradius: bundesweit
Das Thema Organspende wird in Deutschland kontrovers diskutiert. Einer Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zufolge stehen mehr als zwei Drittel der Bevölkerung dem Thema zwar grundsätzlich positiv gegenüber, doch nur jeder fünfte hält seine Entscheidung für oder gegen Organspende in einem Ausweis fest. Der Berliner Verein Junge Helden e. V. will das ändern. Ziel ist es, auf das Thema aufmerksam zu machen und die Verbreitung von Organspendeausweisen insbesondere unter den 16- bis 35-Jährigen zu fördern. Dazu setzt der Verein auf Aufklärung, offenen Dialog und moderne Kommunikationsmittel. Den Akteuren geht es dabei vor allem darum, junge Menschen zu ermutigen, sich mit der Problematik auseinanderzusetzen und ihre Entscheidung auf einem Organspendeausweis zu dokumentieren. Seine Zielgruppe erreicht der Verein sowohl mit seinem Internetauftritt und einer Facebook-Seite als auch durch die Partyreihe „Ein Club voller Helden“. Darüber hinaus organisiert die Initiative Schulbesuche, Benefizveranstaltungen und Diskussionsrunden – unter anderem mit Politikern und Ärzten – in Unternehmen, Clubs und Kinos. Rund 15 ehrenamtliche Mitarbeiter sind in dem Verein aktiv. Seit Gründung des Vereins haben sie mehr als 750.000 Organspendeausweise verteilt.
Mehr Informationen unter: www.junge-helden.org
Unbürokratische Hilfe leistet der Malteser Hilfsdienst e.V. mit seinem Projekt „Malteser Migranten Medizin“ in München und bietet Menschen ohne Krankenversicherung kostenlose und anonyme Hilfe in Notsituationen.
Grundversorgung ohne Papiere
Malteser Hilfsdienst e. V. – Malteser Migranten Medizin
Medizinische Versorgung für Menschen ohne Krankenversicherung
Ort: München
Aktionsradius: lokal
Schätzungen zufolge leben mehr als eine Million Menschen in Deutschland, die nicht krankenversichert sind: Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus, aber auch Menschen mit legaler Aufenthaltsgenehmigung. Seit 2006 setzt sich die Malteser Migranten Medizin in München dafür ein, dass diese Personen in Not- und Konfliktlagen einmal pro Woche anonym und kostenlos medizinische Hilfe erhalten. Rund 70 Prozent der Patienten kommen aus dem Ausland. Dabei handelt es sich um Bürger mit Visum, mit befristeter und unbefristeter Aufenthaltsgenehmigung oder mit Duldung, und um Asylbewerber sowie um Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus. Die restlichen 30 Prozent der Patienten sind Bundesbürger – vor allem Freiberufler, Selbstständige, Handwerker und Künstler – , die ihre Krankenkassenbeiträge nicht mehr zahlen können. Die Wiederaufnahme ursprünglich privat Versicherter in die gesetzliche Krankenkasse ist trotz der Einführung der Versicherungspflicht schwierig. Denn Voraussetzung hierfür ist, dass rückwirkend alle Kassenbeiträge, die seit April 2007 angefallen sind, beglichen sein müssen.
In der Anlaufstelle findet einmal pro Woche eine medizinische Sprechstunde und Beratung statt. Eine Allgemeinärztin übernimmt die Erstuntersuchung der Patienten, versorgt sie in Notfällen, etwa bei einer plötzlichen Erkrankung, bei Verletzungen oder einer Schwangerschaft, und vermittelt sie gegebenenfalls an kooperierende Fachärzte und Krankenhäuser weiter. In sozialen und sozialrechtlichen Fragen werden die Hilfesuchenden von einer Sozialpädagogin beraten. Darüber hinaus stellt das Projekt in geringen Mengen Medikamente sowie Babynahrung und -kleidung zur Verfügung. 2009 verzeichnete die Malteser Migranten Medizin in München 345 Besuche. Aufgrund des steigenden Bedarfs bietet die Einrichtung seit November 2009 eine zweite wöchentliche Sprechstunde an.
Mehr Informationen unter: www.malteser-muenchen.de
Zurück ins Leben: Der bundesweite Verein nestwärme hilft Familien mit schwerkranken und behinderten Kindern, wenn Sie nach langen Krankenhausaufenthalten zurück nach Hause kommen.
Vernetzte Hilfe
nestwärme e. V. Deutschland
Hilfe, Beratung und Betreuung von Familien mit schwerkranken und behinderten Kindern
Ort: Trier
Aktionsradius: bundesweit
Rund 950.000 Familien und Alleinerziehende mit behinderten und chronisch kranken Kindern leben in Deutschland. Mit der großen Belastung der häuslichen Pflege sind sie oft auf sich allein gestellt. Der Trierer Verein nestwärme hat den Anspruch, ihnen zur Seite zu stehen. Durch bundesweite Beratung in finanziellen, pflegerischen, persönlichen und lebenspraktischen Bereichen hilft nestwärme diesen Familien in der schwierigen Lebenssituation, wenn ihre Kinder aus der Klinik nach Hause kommen. So können die Eltern ihre Aufgaben mit dem kranken Kind organisieren, strukturieren und in die neue Situation hineinwachsen.
Die 1999 gegründete Initiative setzt sich darüber hinaus für die Förderung der gesellschaftlichen Akzeptanz und Integration von behinderten, schwerstkranken und chronisch kranken Kindern sowie ihren Familien ein. Hierbei leistet nestwärme durch einen bundesweiten Verein sowie durch eine im Saarland und in Rheinland-Pfalz agierende nestwärme gGmbH (gemeinnützige GmbH) aktiv Hilfe für die Kinder und ihren Familien. Der Fokus richtet sich auf Kinder im Alter von 0 bis 4 Jahren, da Behinderungen und Krankheiten in dieser Zielgruppe häufig nicht erkannt werden und es an entsprechenden Hilfsangeboten mangelt.
Das Portfolio von nestwärme ist breit gefächert und unterteilt sich in Beratungs-, Hilfs- und Kommunikationsleistungen. Dazu gehören unter anderem eine bundesweite Hotline, die Beratung vor Ort, integrative Kinderkrippen, ambulante Kinderintensivpflege, öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen sowie der Verkauf von Merchandising-Artikeln zugunsten des Vereins. Der Verein ist primär in Deutschland, aber auch in der Schweiz, Österreich und Luxemburg aktiv, beschäftigt mehr als 80 Mitarbeiter und koordiniert ein Netzwerk aus über 1.200 ehrenamtlichen Freiwilligen. nestwärme erreicht mit seiner Arbeit jährlich rund 4.500 Betroffene.
Mehr Informationen unter: www.nestwaerme.de
Kinder trauern anders: Der Bremer Verein Trauerland begleitet Kinder und Jugendliche, die einen vertrauten Menschen verloren haben, auf ihrem individuellen Weg der Trauer. Trauerland ist bundesweit nach wie vor eine von sehr wenigen Anlaufstellen ihrer Art.
Raum zum Trauern
Trauerland – Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche e. V.
Trauerbegleitung von Kindern und Jugendlichen
Ort: Bremen
Aktionsradius: regional
Kinder haben ihre eigene Art, den Tod eines geliebten Menschen zu verarbeiten, Trauer zu empfinden und zu zeigen. Die Initiative Trauerland – Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche e. V. hat sich zur Aufgabe gemacht, ihnen dabei zu helfen. Seit mehr als zehn Jahren unterstützt und begleitet die Bremer Einrichtung Kinder, Jugendliche und ihre Familien in ihrem individuellen Trauerprozess. 1999 in Bremen gegründet, war Trauerland bundesweit die erste Einrichtung dieser Art. In der Region ist sie nach wie vor die einzige Institution, die trauernde Kinder und Ihre Familien ganzheitlich unterstützt.
Zum Angebot der Initiative gehören die Arbeit in Trauergruppen, Einzelberatungen und Kriseninterventionen. Darüber hinaus organisiert Trauerland Vorträge und Seminare und führt Unterrichtseinheiten zu den Themen Tod und Trauer durch. Rund 130 ehrenamtliche und zwölf hauptamtliche Mitarbeiter engagieren sich in Bremen sowie seit 2006 auch in Oldenburg für den Verein und schließen damit eine Versorgungslücke. In den zwölf Trauerland-Gruppen werden derzeit mehr als 170 Kinder und Jugendliche betreut. Langfristiges Ziel der Initiative ist es, sich bundesweit zu etablieren. Dafür sucht Trauerland Kooperationspartner, die das Konzept der Bremer Einrichtung übernehmen und eng mit dem Zentrum zusammenarbeiten.
Mehr Informationen unter: www.trauerland.org
Bayer Cares Foundation
Die 2007 von der Bayer AG ins Leben gerufene „Bayer Cares Foundation“ fördert gesellschaftliche Eigeninitiative. Neben dem neu gegründeten „Aspirin Sozialpreis“ bezuschusst sie soziale Projekte, in denen sich Mitarbeiter und Bürger im Umfeld der Bayer-Standorte ehrenamtlich engagieren. Darüber hinaus unterstützt die Stiftung langfristige Wiederaufbauprojekte für Menschen, die durch Naturkatastrophen in Not geraten sind.
Weitere Informationen unter www.aspirin-sozialpreis.de und www.bayer-stiftungen.de
Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seiner Teilkonzerne beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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