Bayer-Stiftungen
Aspirin Sozialpreis

Hilfe, die wirkt

An der Schnittstelle zwischen Gesundheitsindustrie und non-Profit Sektor gibt es spannende Brückenangebote, die wichtige Versorgungslücken im Bereich Gesundheit schließen und damit einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Gesellschaft leisten. Hier müssen wir investieren, um die Gesundheitsversorgung insgesamt voranzubringen. Die Bayer Cares Foundation unterstützt diese wichtigen Hilfs- und Beratungsangebote durch den Aspirin Sozialpreis für Lösungsinnovation an der Schnittstelle von Gesundheit und Sozialem.
Aspirin SozialpreisDer jährlich vergebene Preis ist mit insgesamt 35.000 Euro dotiert. Davon erhält der Sieger 15.000 Euro, der Zweitplatzierte 10.000 Euro und der Drittplatzierte 5.000 Euro. Zusätzlich wird ein Publikumspreis in Höhe von 5.000 Euro an den Sieger des Online-Votings vergeben. Im Internet gibt es für alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, aus allen Bewerbungen ihren Favoriten zu bestimmen. Der Sieger des Online-Votings zieht automatisch in die Finalrunde der zehn Preiskandidaten ein. Die Gewinner werden von einer unabhängigen Experten-Jury ausgewählt und zur Preisverleihung bekannt gegeben. 
 
Die nächste Bewerbungsrunde für den jährlich unter dem Motto „Hilfe, die wirkt“ ausgeschriebenen Preis startet am 1. September 2014. Die Bewerbungsunterlagen und weitere Informationen sind online auf facebook.com/AspirinSozialpreis und aspirin-sozialpreis.de abrufbar.
Der Aspirin Sozialpreis 2014
Aspirin Sozialpreis 2014
Aspirin Sozialpreis 2014: Bayer-Vorstand Michael König (re.) zeichnet Cordula Ehlers und Dr. Christian Herzmann mit Platz 1 für das Aufklärungsprojekt „Explain TB“ aus.
 
Das Projekt „Explain TB“ des Forschungszentrums Borstel in Schleswig-Holstein gewinnt mit einem neuartigen Konzept der Tuberkulose-Aufklärung den Asprin Sozialpreis 2014. Eine Handy-App informiert Betroffene in Form von Faktenblättern und Videos in 33 Sprachen ausführlich über die Krankheit, an der in Europa immer noch jedes Jahr eine halbe Million Menschen erkranken. Platz 2 belegt das von Studierenden betriebene Internetportal „Was hab‘ ich?“. Patienten können dort medizinische Befunde in eine leicht verständliche Sprache übersetzen lassen. Dieser einzigartige Patienten-Service wird als Sieger eines Online-Votings zusätzlich mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Platz 3 geht an die Initiative „Discovering Hands“ aus Mülheim an der Ruhr, die den überlegenen Tastsinn blinder Frauen zur Brustkrebs-Früherkennung einsetzt.
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Impressionen vom Bayer Cares Day und von der Verleihung des Aspirin Sozialpreises 2014 in Dormagen

Die Nominierten des Aspirin Sozialpreises 2014

Der Aspirin Sozialpreis 2013

Generationsbrücke DeutschlandDer „Aspirin Sozialpreises 2013“ geht an die „Generationsbrücke Deutschland“ der Katholischen Stiftung Marienheim Aachen-Brand. Die gemeinnützige Initiative bringt Bewohner von Altenpflege-Einrichtungen über regelmäßige Treffen mit Kindern zusammen und sorgt damit für einen gelungenen Brückenschlag zwischen den Generationen. Der Berliner Verein „Straßenkinder“, der sich um obdachlose und vernachlässigte Kinder und Jugendliche kümmert, belegt den zweiten Platz. Platz drei erlangt das Online-Projekt „pflegen-und-leben.de“ der Catania gGmbH. Anonym und kostenlos berät das Portal bei seelischen Belastungen Menschen, die zu Hause Familienangehörige pflegen.

Beim Publikums-Voting waren zwei Projekt-Träger am Ende gleichauf: Das Düsseldorfer Kinder- und Jugendhospiz „Regenbogenland“ sowie die Evangelisch-methodistische Kirche Berlin mit der Initiative „Kinder in die Mitte“. Die vom Förderverein Kinderhospiz Düsseldorf e.V. getragene Einrichtung betreut stationär Kinder mit unheilbaren und lebensbegrenzenden Krankheiten. Das Projekt „Kinder in die Mitte“ trägt auf vielfältige Weise dazu bei, die Lebensverhältnisse und die Psyche von Kindern aus sozial schwachen Familien zu stabilisieren.

Die Nominierten des Aspirin Sozialpreises 2013

  • Barrierefreie Praxis, Stiftung Gesundheit Fördergemeinschaft e.V. (Hamburg): Verzeichnis aller Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten mit Hinweisen auf Barrierefreiheit, http://www.stiftung-gesundheit-foerdergemeinschaft.de/
  • Brückenteam, DRK-Heinrich-Schwesternschaft e.V. (Kiel): Ambulante Versorgung von schwerkranken und sterbenden Kindern und Jugendlichen, www.heinrich-schwestern.de 
  • Dianiño Diabetes-Nanny-Projekt, Stiftung Dianiño – Kind sein. Trotz Diabetes (Tuttlingen): Angebote für Kinder mit Diabetes, http://www.dianino.de/
  • Generationenbrücke Deutschland, Katholische Stiftung Marienheim Aachen-Brand (Aachen): Begegnungen zwischen Bewohnern von Altenpflegeeinrichtungen und Kindern/Jugendlichen, http://www.generationsbrücke-deutschland.de/
  • Harlekin-Frühchen-Nachsorge, Verein Harl.e.kin e.V. (München): Niederschwelliges Nachsorge-Angebot für Eltern frühgeborener Kinder nach der Klinikentlassung, http://www.harlekin-verein.de/
  • KikE – Hilfe für Kinder krebskranker Eltern, Südwestdeutsches Tumorzentrum (Tübingen): Psychologische Betreuung und Unterstützung von Kindern krebskranker Eltern, http://www.kike.tumorzentrum-tuebingen.de/
  • Kinderhospiz Regenbogenland, Förderverein Kinderhospiz Düsseldorf e.V., Düsseldorf (Gewinner des Online-Votings), Kinder- und Jugendhospiz, http://www.kinderhospiz-regenbogenland.de/
  • Kinder in die Mitte, Evangelisch-methodistische Kirche, Berlin, (Gewinner des Online-Votings), Psychosoziales Förderprojekt für Kinder, http://www.kim-berlin.de/
  • Pflegen-und-leben.de, Catania gGmbH (Berlin): Psychologische Online-Beratung für pflegende Menschen, http://www.pflegen-und-leben.de/
  • Sozialmedizinische Nachsorge, Rehabilitationszentrum Südwest für Behinderte gGmbH (Karlsruhe): Vermittlung von gezielter Hilfe für Familien mit chronisch und/oder schwerkranken Kindern, http://www.reha-suedwest.de/
  • Station DAVID mit Alsterdorfer Netzwerk Demenz, Evangelisches Krankenhaus Alsterdorf gGmbH (Hamburg): Speziell auf die Bedürfnisse dementer Patienten ausgerichtete Pflegestation, http://www.evangelisches-krankenhaus-alsterdorf.de/
  • Straßenkinder e.V. (Berlin): Aktive und präventive Hilfe für benachteiligte, traumatisierte und gesundheitsgefährdete Kinder, http://www.strassenkinder-ev.de/ 

Der Aspirin Sozialpreis 2012

Lebenstagebuch“ – eine Schreibtherapie für traumatisierte Kinder des Zweiten Weltkrieges – wird mit dem mit dem „Aspirin Sozialpreis 2012“ ausgezeichnet. Das Online-Projekt des Berliner „Behandlungszentrums für Folteropfer“ hilft Menschen, ihre Kriegserlebnisse schriftlich aufzuarbeiten. Den zweiten Platz belegt das in Berlin aktive Netzwerk von Arzt- und Zahnarztpraxen der „MUT Gesellschaft für Gesundheit“, das obdachlose Menschen medizinisch versorgt. Platz drei erzielte das von Lehrern und Schülern gemeinsam entwickelte Heidelberger Programm „REBOUND – Meine Entscheidung“ zur Suchtprävention für Jugendliche. 

Den Publikumspreis per Online-Voting gewann das „Ronald McDonald Haus“ in Berlin-Wedding. Die Einrichtung bietet Familien von schwer kranken Kindern ein Zuhause auf Zeit in der Nähe der behandelnden Klinik.

Die Nominierten des Aspirin Sozialpreises 2012

107 Initiativen aus ganz Deutschland bewarben sich bei der Bayer Cares Foundation für den Aspirin Sozialpreis 2012 – zehn wurden für die Endausscheidung nominiert. Die Auswahl von neun Finalisten nahm der unabhängige Stiftungsrat der Bayer Cares Foundation mit Unterstützung von Dieter Brübach, dem Vorsitzenden des Deutschen Spendenparlaments, vor.
 
Ausschlaggebend für die Nominierung der Finalisten waren die Kriterien Innovationsgrad, Zielsetzung, Zielerreichung und Projektmanagement. Als zehnter Kandidat zog das „Ronald McDonald Haus“ in Berlin-Wedding als Träger des Publikumspreises ins Finale ein. Am Online-Voting nahmen rund 14.000 Bürgerinnen und Bürger teil.
  • Aidshilfe Köln e.V. / SchwIPS e.V. (Köln): Beratung und Test in Köln, www.schnell-test.de/ sowie Paul und Etienne, http://www.paulundetienne.de/
  • Behandlungszentrum für Folteropfer e.V. (Berlin): Lebenstagebuch, Schreibtherapie bei posttraumatischen Störungen infolge des 2. Weltkrieges, http://www.lebenstagebuch.de/
  • Exilio – Hilfe für Migranten, Flüchtlinge und Folterüberlebende e.V. (Lindau): Psychotherapeutische Behandlung schwerst traumatisierter Exilanten, http://www.exilio.de/
  • Kinderhilfe Organtransplantation e.V. (Frankfurt): KiO Erlebnispädagogische Familienfreizeiten, http://www.kiohilfe.de/
  • Klinikum Oldenburg gGmbH (Oldenburg): Verbund PädOnko Weser-Ems, Ambulante Betreuung krebskranker Kinder in ländlicher Region, http://www.klinikum-oldenburg.de/
  • KreBeKi – Stiftung für krebskranke und behinderte Kinder in Bayern e.V. (Regensburg): Krebs-Schulbuch, http://www.krebeki.de/
  • Mentor Stiftung Deutschland e.V./Universitätsklinikum Heidelberg (Heidelberg): REBOUND Meine Entscheidung, Gesundheitsprävention für gefährdete Jugendliche, http://www.my-rebound.de/
  • MUT Gesellschaft für Gesundheit mbH (Berlin): Ärztliche und zahnärztliche Versorgung für Obdachlose, http://www.mut-gesundheit.de/
  • Stoma-Welt e.V. (Sprendlingen): Stoma-Welt.de – das Selbsthilfeportal für Stomaträger, http://www.stoma-welt.de/
  • Ronald McDonald Haus, Berlin-Wedding (Sieger des Online-Votings): Aufenthaltsstätte für Eltern in Nähe zu schwer kranken Kindern, http://www.mcdonalds-kinderhilfe.org/

Der Aspirin Sozialpreis 2011

 „Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V.“ wird mit dem Aspirin Sozialpreis 2011 ausgezeichnet. Der bundesweit tätige Verein schließt mit einem einzigartigen Angebot eine Versorgungslücke zur Betreuung junger Brandopfer und ihrer Familien. Den Platz 2 belegt das „MediMobil“, ein Kooperationsprojekt zwischen dem Solinger Ärztenetzwerk „solimed“ und der Tafel Solingen, zur medizinischen Versorgung bedürftiger Menschen. Platz 3 geht an das Diakonische Werk Berlin-Stadtmitte für das Projekt „Vergiss mich nicht“, das Kindern suchtkranker Eltern Patenschaften vermittelt. Bei der Online-Abstimmung für den Aspirin Sozialpreis 2011 wählte das Publikum das „Muslimische SeelsorgeTelefon“ (MuTeS) mit 1.204 von insgesamt 18.800 Stimmen.

Die Nominierten des Aspirin Sozialpreises 2011

152 Initiativen aus ganz Deutschland haben sich bei der Bayer Cares Foundation für den Aspirin Sozialpreis 2011 beworben – zehn waren für die Endausscheidung nominiert. Die Auswahl von neun Finalisten nahm der unabhängige Stiftungsrat der Bayer Cares Foundation mit Unterstützung von Dieter Brübach, dem Vorsitzenden des Deutschen Spendenparlaments, vor. Den zehnten Nominierten wählte das Publikum in einer Online-Abstimmung aus.

Nachfolgend finden Sie die Liste der Finalisten.

Deutsche Parkinson Vereinigung e.V. Club U40 Pfalz (Schneckenhausen): „Zu jung für Parkinson“ – DVD zur Information und Aufklärung

Die Diagnose Parkinson bedeutet oftmals einen tiefen Einschnitt im Leben. Die Lebensplanung wird häufig in Frage gestellt – gerade bei ganz jungen Betroffenen, die am Beginn eines eigenständigen Lebens stehen. Etwa 10 Prozent der bundesweit rund 300.000 Betroffenen erkranken vor dem 40. Lebensjahr. Darum hat es sich der “Club U40 – Junge Parkinsonkranke Pfalz”, zur Aufgabe gemacht, diese jungen Menschen auf ihrem Weg zu begleiten und ihre Interessen zu vertreten. In enger Zusammenarbeit mit Betroffenen, Angehörigen, Mediziner und Pädagogen entstand das DVD-Projekt „Zu jung für Parkinson“, ein besonders zielgruppenspezifisches Aufklärungsmedium zur Stärkung der Selbsthilfe jungen Betroffenen mit Parkinson. Die DVD beinhaltet Filme und weiterführende Informationen für Patienten, Angehörige und Pflegepersonal. Sämtliche Inhalte wurden dabei durch die Betroffenen und beteiligte Partner selbstständig entwickelt.

Bundesverband „Das frühgeborene Kind“ e.V. (Frankfurt am Main): Frühgeborenen-Informations-Zentrum

Jährlich werden in Deutschland etwa 60.000 Kinder zu früh geboren. Dank moderner Medizin und Techniken können jedoch viele Kinder den schweren Start ins Leben gut bewältigen. Dennoch sind die ersten Wochen und Monate im Krankenhaus für die Familien eine sehr sorgenvolle Zeit, verbunden mit Ungewissheit und offenen Fragen. Der Bundesverband mit seinem bundesweiten Netzwerk an Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen ist eine zentrale Kontakt- und Vermittlungsstelle für betroffene Familien. Mit Informationsbroschüren, einer Hotline für besonders drängende Fragen, Workshops, Fortbildungen und Öffentlichkeitsarbeit leistet der Verband wichtige Unterstützung- und Aufklärungsarbeit. Ziel des Projektes ist es, die medizinische Versorgung der Frühgeborenen zu verbessern, Nachbetreuungsangebote und Förderkonzepte bis ins Schulalter umzusetzen und für eine psychosoziale Betreuung der Eltern in der Akutphase zu sorgen.

Islamic Relief – Humanitäre Organisation in Deutschland e.V. (Berlin): Muslimisches SeelsorgeTelefon, (Sieger der Publikumsabstimmung im Internet)

Beim muslimischen SeelsorgeTelefon finden täglich von 12-24h alle Menschen, Muslime wie Nicht-Muslime, Hilfe bei der Suche nach einer Lösung für Ihr seelisches Problem. In Krisensituationen greifen Anrufer automatisch auf ihre Muttersprache zurück, da sie sich so differenzierter ausdrücken können. Die 55 ehrenamtlich tätigen TelefonseelsorgerInnen (zumeist mit Migrationshintergrund) bieten Gespräche daher nicht nur in Deutsch, sondern einmal wöchentlich auch in Türkisch sowie zu verabredeten Terminen auch in vielen anderen Sprachen an. MuTeS möchte durch ein anonymes, telefonisches Hilfsangebot dort Vertrauen aufbauen, wo Menschen islamischen Glaubens eine weiteverbreitete Hemmung haben, sich mit seelischen Problemen gegenüber den nicht-muslimisch-geprägten Institutionen, ihren Mitmenschen oder Verwandten zu öffnen. MuTeS konnte helfen, eine teilweise jahrelang andauernde Sprachlosigkeit von bisher 2.900 Anrufern zu überwinden und einen großen Schritt hin zur Lösung des Problems zu gehen.

Bielefelder Bürgerstiftung (Bielefeld): Allergie und Schule – was juckt mich das?

Ein Kind, das eine Allergie hat, leidet nicht nur unter der gesundheitlichen Beeinträchtigung, sondern oft auch unter Ausgrenzung. Um dem entgegen zu treten, hat die Bielefelder Bürgerstiftung in Kooperation mit der Kinderklinik Bielefeld und dem Schulamt das Aufklärungsprojekt „Allergie und Schule – was juckt mich das?“ ins Leben gerufen. Kinder im Grundschulalter sind besonders unsicher im Umgang mit chronischen Krankheiten. Sie brauchen Unterstützung von Eltern, Lehrern und Mitschülern. Ziel des Projektes ist es daher, Angehörigen und Freunden sowie den betroffenen Grundschulkindern selbst, Sicherheit im Umgang mit einer Allergie zu vermitteln. Dazu erklärt eine Referentin der Kinderklinik unter Anwesenheit einer Lehrperson in einer 90-minütigen Unterrichtseinheit mit abwechslungsreichen und spielerischen Methoden alles rund um das Thema „Allergische Erkrankungen“. Seit Beginn des Projektes wurden rund 5.666 Kinder auf diese Weise erreicht.

Deutsches Zentrum für Musiktherapieforschung DZM e.V. (Heidelberg): Dem Piepsen auf der Spur

In Deutschland leiden derzeit mehr als eine Million Menschen unter Chronischem Tinnitus. Die unangenehmen „Ohrgeräusche“ werden im Gehirn von den gleichen Arealen aufgenommen, die auch Musik verarbeiten. Demnach sollte es möglich sein, durch den gezielten Einsatz von Musiktherapie dem dauernden Pfeifen im Kopf wirksam entgegen zu wirken. Am DZM wurde dazu eine fünftätige, klar strukturierte Kompakttherapie entwickelt und in interdisziplinären medizinischen-neurowissenschaftlichen Studien überprüft. Während der Therapie ist eine aktive Auseinandersetzung mit dem Tinnitus wichtig, um einen direkten Kontrollgewinn über das Symptom zu erlangen. Die Patienten lernen also somit nicht die Ohrgeräusche zu „tolerieren“ oder zu überhören, sondern sind an der unmittelbaren Korrektur beteiligt. Damit geht diese Form der Musiktherapie davon aus, dass auch bei Chronischem Tinnitus ein kurativer Ansatz möglich ist. Behandlungsziele sind u.a. die spürbare Verringerung der Tinnitusbelastung, Stressbewältigung sowie die Verbesserung der Aufmerksamkeits- und Hörleistung.

Diakonisches Werk Berlin Stadtmitte e.V. (Berlin): Vergiss mich nicht – Patenschaften für Kinder von Suchtkranken

Mehr als 2,6 Millionen Kinder und Jugendliche leben in Familien mit suchterkrankten Eltern. Kinder aus Suchtfamilien erleben dabei viele Belastungssituationen. Das Diakonische Werk Berlin Stadtmitte vermittelt mit seinem Projekt „Vergiss mich nicht“ genau diesen Kindern und Jungendlichen Patenschaften, die ihnen einen langfristigen, stabilen Bezugspunkt bieten. Die PatInnen treffen sich einmal pro Woche mit Ihrem „Patenkind“ und stehen ihm als verlässlicher Ansprechpartner zur Seite. Während dieser Zeit stehen nicht die häuslichen Probleme, sondern das Kind im Mittelpunkt. Das Diakonische Werk schult und begleitet die PatInnen und führt regelmäßig Supervisionen durch. Darüber hinaus werden mit den Eltern Gespräche zum Verlauf und Gelingen der Patenschaft geführt. „Vergiss mich nicht“ ist ein präventives Projekt, welches die Generationsspirale durchbrechen und den Kindern ein suchtfreies Leben ermöglichen möchte.

Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V. (Norderstedt)

Der Verein Paulinchen berät und begleitet Familien mit brandverletzten Kindern ganz individuell in der Zeit nach dem Unfall. Über die bundesweite, kostenlose Paulinchen-Hotline können sich Eltern kompetenten Rat zur Verletzung ihres Kindes einholen. Mit einem großen Kompetenznetzwerk im Hintergrund bleit so kaum eine Frage rund um thermische Verletzungen unbeantwortet. Ziel der Initiative für brandverletzte Kinder ist es, für jedes Kind die bestmögliche Versorgung zu erreichen. Ein jährliches Seminar gibt den betroffenen Familien Hilfestellung in der Rehabilitationszeit. Die Kinder arbeiten dabei unter Anleitung von erfahrenen Heilpädagogen die erlebten Ängste und Schmerzen auf und tauschen Erfahrungen aus. Mit Präventionskampagnen wie „Sicher grillen ohne Spiritus“ oder „Brennende Neugier“, warnt der Verein zudem vor den Gefahren durch heiße Flüssigkeiten und Flächen sowie Feuer, Strom und Säuren.

Tafel Solingen e.V. – Medizinische Hilfe (Solingen): MediMobil

In Solingen besteht seit einigen Jahren das Ärztenetz Solimed, welches sich auch an Sozialprojekten beteiligt. Eines der Projekte ist die regelmäßige wöchentliche Versorgung von Obdachlosen und Mittelosen über das MediMobil der Wuppertaler Tafel. Patienten erhalten hier medizinische Leistungen sowie Beratung und Unterstützung abseits jeder Finanzierungsnot. Die Versorgung beinhaltet dabei auch die Möglichkeit, verschiedene Fachärzte (Gynäkologen, Kinderärzte, etc.) zu kontaktieren Über die eigentliche medizinische Basisversorgung hinaus, werden die Patientenkontakte auch genutzt, um über Themen wie Gesundheitsförderung und Familienentwicklung zu informieren. Das Medi-Mobil widmet sich daher nicht nur akuten Notsituationen, sondern sucht gleichzeitig auch nach längerfristigen Hilfs- und Unterstützungsangeboten für Bedürftige.

VIA Verbund für Integrative Angebote Berlin gGmbH (Berlin): Konfetti im Kopf – Demenz berührt mit vielen Gesichtern

 KONFETTI IM KOPFist eine bundesweit angelegte Demenz-Aktion zum Mitdenken, Mitfühlen und Mitmachen, die im Oktober 2009 am Pilotstandort Berlin erstmals realisiert und danach an unterschiedlichen Standorten umgesetzt wurde. Den Mittelpunkt der Aktivierungskampagne bildet eine lebensbejahende Open-Air-Ausstellung mit sechs thematisch strukturierten Erlebnisinseln. Hier können Besucher in die Welt von Menschen mit Demenz eintauchen. Dazu gehört ein facettenreiches Rahmenprogramm aus Workshops, Konzerten, Lesungen, Vorträgen und unkonventionellen Stadtaktionen. Die Demenz-Aktion nutzt die motivierende Kraft von Kunst und Kultur und bindet prominente Botschafter ein, um auf dieses wichtige Thema aufmerksam zu machen. Eine begleitende PR-Kampagne spricht eine breite Öffentlichkeit, Betroffene, Angehörige und Fachpublikum an. Ziel der Aktion ist es, unterschiedliche Akteure aus der Demenzpflege unter dem Dach von KONFETTI IM KOPF zusammenzuführen.

Vita e.V. Assistenzhunde (Hümmerich): Vita e.V. Assistenzhunde

Der Verein VITA stellt Erwachsenen und Kindern mit körperlicher Behinderung einen Assistenzhund zur Seite, um ihnen Unabhängigkeit und Lebensqualität zu schenken. Im Jahr 2000 gründete Sozialpädagogin Tatjane Kreidler den Verein und entwickelte eine eigene Methode, welche Mensch und Hund durch Bindung und Beziehung zu echten Partnern macht. Ein VITA-Assistenzhund ist ein praktischer Helfer – er öffnet bspw. Türen, hilft beim Ausziehen der Kleidung oder holt im Notfall Hilfe. Zugleich ist er „Medizin auf vier Pfoten“ und bewirkt gerade bei den VITA-Kindern oft eine sehr gute psychische, physische, soziale und kognitive Entwicklung. Die besondere Doppelfunktion der Hunde als „Helfer und Heiler“ im Alltag, ermöglicht eine auf den Menschen individuell angepasste Hilfeleistung bei gleichzeitiger Ersparnis von weiteren Pflege- und Therapiekosten. Ziel des Projektes ist es, gesellschaftliche Vorurteile und Hemmschwellen abzubauen und die Integration von Menschen mit Behinderung zu fördern.

Der Aspirin Sozialpreis 2010

Das Zentrum zur Begleitung trauernder Kinder und Jugendlicher „Trauerland“ ist mit dem „Aspirin Sozialpreis 2010“ ausgezeichnet worden. Die in Bremen ansässige Einrichtung erhält den mit 15.000 Euro für Platz 1 dotierten Preis für ihre Betreuungs- und Beratungsdienste, die sich an junge Menschen richten, die den Tod eines Familienangehörigen zu bewältigen haben. „Trauerland“ hat auf dem Gebiet der Trauerarbeit mit Kindern und Jugendlichen in Deutschland Pionierarbeit geleistet. Den mit 10.000 Euro dotierten 2. Platz belegt die „Ambulante Sozialpädagogik Charlottenburg (AMSOC)“ mit einem Patenprogramm für Kinder psychisch kranker Eltern, das deutschlandweit einzigartig ist. Auf Platz 3 kommt das Organspende-Aufklärungsprojekt „Junge Helden“ und erhält hierfür 5.000 Euro. Der in Berlin beheimatete Verein motiviert junge Menschen, sich für oder gegen eine Organspende zu entscheiden und dies in einem Organspendeausweis zu dokumentieren. Der zusätzlich vergebene, ebenfalls mit 5.000 Euro dotierte Publikumspreis ging an den Deutschen Kinderhospizverein, der ein Online-Voting mit mehr als 20.000 Teilnehmern gewann.

Die Nominierten des Aspirin Sozialpreises 2010

Ambulante Sozialpädagogik Charlottenburg e.V. (Berlin): Patenschaften für Kinder psychisch erkrankter Eltern

Seit 2005 vermittelt der Jugendhilfeträger Ambulante Sozialpädagogik Charlottenburg (AMSOC) Kindern psychisch erkrankter Eltern ehrenamtliche Paten. Diese übernehmen mindestens einmal pro Woche sowie an einem Wochenende pro Monat die Betreuung der Kinder und stehen ihnen kontinuierlich als Ansprechpartner zur Verfügung – insbesondere in den Krisenzeiten der Eltern. Ziel des Projekts ist es, die jungen Menschen emotional zu stabilisieren und zu verhindern, dass sie selber psychisch erkranken. Gleichzeitig sollen die erkrankten Eltern entlastet werden. Außerdem wollen die rund 27 ehrenamtlichen und drei bis vier hauptamtlichen Projektmitarbeiter durch ihr Engagement die (Fach-)Öffentlichkeit in Berlin auf die Probleme betroffener Familien aufmerksam machen. Im Jahr 2009 sind 13 Patenstellen geschaffen worden, die nun vermittelt werden sollen. Langfristig will die Initiative jährlich zehn bis 20 neue Patenstellen etablieren. Im Jahr 2010 sollen dafür zwei Patenschulungen stattfinden.

Bunter Kreis Duisburg e.V.: Sozialmedizinische Nachsorge

Der Bunte Kreis Duisburg unterstützt Familien nach krankheitsbedingten Klinikaufenthalten ihrer Kinder bei der Versorgung der genesenden Patienten sowie bei der Organisation des Alltags, des Haushalts und Familienlebens. Um den Übergang in die Nachsorge zu erleichtern und auch zu Hause eine möglichst optimale Versorgung zu gewährleisten, nehmen die Projektmitarbeiter ihre Arbeit bereits während des stationären Klinikaufenthalts auf. Das Angebot der Duisburger Initiative umfasst darüber hinaus auch die psychosoziale Nachsorge in Form von Gesprächen. Der Anspruch der Projektmitarbeiter ist es dabei, Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten. Der Bunte Kreis Duisburg wurde im Jahr 2004 ins Leben gerufen. Jedes Jahr unterstützt die gemeinnützige Initiative rund 60 Kinder, Jugendliche und ihre Familien. Dabei kooperieren die Projektmitarbeiter eng mit verschiedenen Institutionen und Partnern in der Region.

Deutscher Kinderhospizverein e.V. (Olpe): Begleitung von lebensverkürzend erkrankten Kindern und deren Familien

Der Deutsche Kinderhospizverein wurde 1990 von sechs Familien mit unheilbar erkrankten Kindern ins Leben gerufen. Mittlerweile ist der Verein bundesweit aktiv. Mehr als 500 ehrenamtliche sowie 36 hauptamtliche Mitarbeiter engagieren sich derzeit in ganz Deutschland für die Begleitung und Betreuung lebensverkürzend erkrankter Kinder sowie ihrer Familien und bieten Unterstützung zur Selbsthilfe. Für die Arbeit der 16 eigenen ambulanten Kinderhospizdienste entwickelte der Verein ein eigenständiges Konzept. Die Angebote orientieren sich dabei eng an den Bedürfnissen der Zielgruppen, zu denen neben den betroffenen Kindern, Eltern und Geschwistern auch das soziale Umfeld gehört. Beispiele hierfür sind etwa ein Lehrerprojekt zur Verankerung des Themas „Kinder und Tod“ im Lehrplan sowie ein speziell für Geschwister entwickeltes Projekt. 1998 etablierte der Verein das erste stationäre Kinderhospiz in Deutschland. Die unter dem Dach des Vereins agierende Deutsche Kinderhospizakademie bietet darüber hinaus jährlich rund 40 Seminare für Familien sowie zwei Fachtagungen an. Langfristiges Ziel des Vereins ist es, Kinderhospizarbeit als zentrales Thema in der Gesellschaft zu verankern und flächendeckende Strukturen in ländlichen und städtischen Regionen aufzubauen.

Haltestelle Diakonie – Diakonisches Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e.V.: Betreuung von Demenzkranken und Angehörigen

Die Haltestelle Diakonie bietet für Menschen mit Demenz oder psychischen Erkrankungen, die zu Hause leben, stundenweise Betreuung in Gruppen oder als regelmäßigen Besuchsdienst an. Rund 15 hauptamtliche und 450 ehrenamtliche Mitarbeiter engagieren sich in den regionalen Diakonie-Stationen in Berlin und Brandenburg für dieses Projekt. Ihr Ziel ist es, die Lebensqualität der Demenzerkrankten zu erhalten und eine frühzeitige Einweisung in ein Heim zu verhindern. Gleichzeitig wollen sie die pflegenden Angehörigen unterstützen und entlasten. Inhaltlich reicht das Angebot der Haltestelle Diakonie von Bewegungsaktivitäten und Gesellschaftsspielen bis hin zum Vorlesen und Erzählen. Ins Leben gerufen wurde das Projekt im Jahr 2005. Mittlerweile hat sich in Berlin in jedem Bezirk eine Haltestelle Diakonie etabliert. Mehr als die Hälfte der Berliner Diakonie-Stationen haben somit die ehrenamtliche Arbeit für Menschen mit Demenz bei sich verankert. In Brandenburg hat der Projektaufbau Ende 2007 begonnen. Derzeit gibt es elf Projekte an 13 Standorten.

Junge Helden e.V.: Aufklärung & Information über Organspenden

Der Berliner Verein Junge Helden wurde 2003 gegründet und will die Verbreitung von Organspendeausweisen insbesondere unter den 16- bis 35-Jährigen fördern. Dazu setzt der Verein auf Aufklärung, offenen Dialog und moderne Kommunikationsmittel um das Thema in der öffentlichen Wahrnehmung zu platzieren. Ziel ist es, junge Menschen dazu zu ermutigen, sich frühzeitig mit der Problematik zu beschäftigen und ihre Entscheidung auf einem entsprechenden Ausweis zu dokumentieren, damit das Organ im Fall der Fälle rechtzeitig einem Bedürftigen transplantiert werden kann. Neben einem Internetauftritt und einer Facebook-Seite versucht der Verein unter anderem durch die Partyreihe „Ein Club voller Helden“ mediale Präsenz zu erzeugen und seine Zielgruppe zu erreichen. Zudem organisiert Junge Helden Schulbesuche, Benefizveranstaltungen sowie Diskussionsrunden – unter anderem mit Politikern und Ärzten – in Unternehmen, Clubs und Kinos. Rund 15 ehrenamtliche Mitarbeiter sind in dem Verein aktiv und haben seit seiner Gründung über 10.000 Organspendeausweise verteilt.

Freie Altenarbeit Göttingen e.V.: Wohnberatung für ältere Menschen

Die „Mobile Wohnberatung Südniedersachsen“ des Vereins Freie Altenarbeit Göttingen wurde 2008 gegründet. Ziel des Projektes ist es, älteren Menschen Chancen für einen gesunden, selbstbestimmten Lebensabend in der gewohnten Umgebung aufzuzeigen. Im Fokus steht dabei die altersgerechte Ausstattung des Wohnraumes. Zudem will der Verein nachbarschaftliches Engagement fördern und die Gesellschaft für das Thema sensibilisieren. Mit einem Beratungsmobil klärt das Projekt an öffentlichen Plätzen über seniorengerechtes Wohnen auf. Mobile Wohnberater informieren zudem in Hausbesuchen über die Veränderungsmöglichkeiten und hören sich in einem Beratungsgespräch die Wünsche und Sorgen der Bewohner an. Hilfestellung wird auch bei der Beantragung finanzieller Unterstützung bei den Pflegeversicherungen und/oder Krankenkassen für solche Veränderungen geleistet. Drei hauptamtliche Mitarbeiter leiten das Projekt, unterstützt von einer Planungsgruppe und einem Wohnberater/innen-Pool von rund 40 Ehrenamtlichen. In den ersten zwölf Monaten seit ihrer Gründung setzte die „Mobile Wohnberatung Südniedersachsen“ ihr Beratungsmobil bei 80 Veranstaltungen ein und erreichte rund 12.000 Personen. Täglich erhalten die Mitarbeiter drei bis fünf Beratungsanfragen. Bisher konnten rund 20 Wohnungsanpassungen vorgenommen werden. Darüber hinaus wurden 21 ehrenamtliche Wohnberater/innen ausgebildet und mehrere Nachbarschaftsinitiativen, etwa in Göttingen und Leineber, gegründet.

Irrsinnig Menschlich e.V.: Schulaufklärung über psychische Erkrankungen

„Verrückt? Na und!“ ist ein Aufklärungsprogramm, das an Schulen im In- und Ausland die seelische Fitness von Heranwachsenden und Lehrern fördert und zugleich die Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Problemen bekämpft. Es richtet sich an 14- bis 20-jährige Jugendliche und ihre Lehrkräfte, geht von deren Lebenserfahrungen aus und dauert einen Schultag. Der Verein Irsinnig Menschlich e.V. vermittelt persönliche Begegnungen zwischen Jugendlichen und Menschen, die psychische Erkrankungen durchgemacht haben. Dadurch wollen die Initiatoren dazu beitragen, die eigene Wahrnehmung von psychischen Krisen zu verändern und die jungen Menschen zu stärken. Auch Lehrer profitieren von diesem Angebot: Sie werden befähigt, ihre Schlüsselrolle als Bezugsperson besser auszufüllen. „Verrückt? Na und!“ will Mut machen, den Blick für das eigene Leben zu schärfen, Vorurteile und Ängste wahrzunehmen und zu überprüfen und sich mit Ressourcen für die Gesunderhaltung und Gesundung auseinander zu setzen. Das Netzwerk der Initiative umfasst 35 Gruppen in Deutschland und zwei im Ausland, die nach dem Konzept von „Verrückt? Na und!“ in Schulen ihrer Region arbeiten. Auf diese Weise erreicht die Initiative rund 15.000 Menschen pro Jahr. Ein weiterer Ausbau des Projekts – national wie international – wird angestrebt.

Malteser Hilfsdienst e.V. – Migranten Medizin: Medizinische Versorgung für Menschen ohne Krankenversicherung

Die Malteser Migranten Medizin setzt sich für eine menschenwürdige Behandlung von Personen in Not- und Konfliktlagen ein. Das Projekt des Malteser Hilfsdiensts e.V. bietet Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus eine Anlaufstelle und Menschen ohne Krankenversicherung (etwa Studenten, arbeitslosen Selbstständigen, Rentnern), an der sie kostenlos und anonym Zugang zu einer medizinischen Grundversorgung erhalten. Eine Allgemeinärztin übernimmt eine Erstuntersuchung der Patienten, versorgt sie in Notfällen, etwa bei einer plötzlichen Erkrankung, bei Verletzungen oder einer Schwangerschaft, und vermittelt sie ggf. an Fachärzte und Krankenhäuser weiter. Eine Sozialpädagogin berät die Hilfesuchenden in sozialen und sozialrechtlichen Fragen. Zudem stellt das Projekt in geringen Mengen Medikamente sowie Babynahrung und -kleidung zur Verfügung. 2008 leistete die Malteser Migranten Medizin in 462 Fällen (inklusive Mehrfachbehandlungen) Hilfe. Aufgrund des ansteigenden Bedarfs bietet das Projekt seit November 2009 eine zweite wöchentliche Sprechstunde an.

Nestwärme e.V. Deutschland: Hilfe, Beratung und Betreuung von Familien mit schwerkranken und behinderten Kindern

Die 1999 in Trier gegründete Initiative des Vereins Nestwärm e.V. Deutschland setzt sich für die Förderung der gesellschaftlichen Akzeptanz und Integration von behinderten, schwerstkranken und chronisch kranken Kindern sowie deren Familien ein. Hierbei leistet nestwärme durch einen bundesweiten Verein sowie durch eine im Saarland und in Rheinland-Pfalz agierende “nestwärme gGmbH” aktiv Hilfe für die Kinder und deren Familien. Der Fokus wird auf Kinder im Alter von 0-4 Jahren gelegt, da Behinderungen/Krankheiten in dieser Zielgruppe häufig nicht erkannt sind und es an entsprechenden Hilfsangeboten mangelt. Das Portfolio von nestwärme ist breit gefächert und unterteilt sich in eine Beratungs-, eine Hilfs- und eine Kommunikationsfunktion. Dazu gehören unter anderem eine bundesweite Hotline, die Beratung vor Ort, integrative Kinderkrippen, ambulante Kinderintensivpflege, öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen sowie der Verkauf von Merchandising-Artikeln zugunsten des Vereins. Der Verein ist primär in Deutschland, aber auch in der Schweiz, Österreich und Luxemburg aktiv, beschäftigt über 80 Mitarbeiter und koordiniert ein Netzwerk aus über 1.200 ehrenamtlichen Freiwilligen. nestwärme erreicht und hilft mit seiner Arbeit jährlich rund 4.500 Betroffene.

Trauerland e.V.: Trauerbegleitung von Kindern und Jugendlichen

Trauerland wurde 1999 ins Leben gerufen und war bundesweit die erste Einrichtung, die sich um trauernde Kinder kümmerte. Nach wie vor ist das Bremer Zentrum eine der wenigen Anlaufstellen für diese Zielgruppe. Trauerland unterstützt Kinder, Jugendliche und deren Familien in ihrem individuellen Trauerprozess. Zum Angebot der Initiative gehören vor allem Trauergruppen, Einzelberatungen und Kriseninterventionen – persönlich, telefonisch und per Internet. Rund 135 ehrenamtliche und sechs hauptamtliche Mitarbeiter engagieren sich mittlerweile in Bremen sowie seit 2006 auch in Oldenburg für „Trauerland“ und schließen damit eine Versorgungslücke. In den elf Trauerland-Gruppen in beiden Städten werden derzeit rund 160 Kinder und Jugendliche pro Monat betreut; rund zehn bis zwölf Kinder, Jugendliche und Erwachsene nutzen wöchentlich die Einzelberatungen. Mit etwa drei Kindern werden jede Woche heilpädagogische Einzelmaßnahmen durchgeführt.
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Letzte Änderung: 22. Mai 2014

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