Bayer People Care for Society

Talente entwickeln durch soziales Engagement

Anpacken vor Ort statt Bildungsurlaub: Das Programm Bayer People Care for Society gibt Bayer-Mitarbeitern die Chance, sich eine begrenzte Zeit in Stiftungsprojekten zu engagieren. So können sie ihr berufliches Know-how wirkungsvoll nutzen – und nach dem Einsatz neue Impulse im Unternehmen setzen.

Bayer honoriert das freiwillige Engagement seiner Mitarbeiter. Im Rahmen des Programms Bayer People Care for Society, das die Bayer Cares Foundation koordiniert, fördert der Konzern deshalb die Entsendung in bereits laufende Projekte der Stiftung. Rund um die Welt können Mitarbeiter ihre Kompetenzen etwa beim Aufbau neuer Gesundheitszentren, in Bildungsprojekten oder in sozialen Einrichtungen einsetzen und weiterentwickeln. Zurück am Arbeitsplatz bereichern die Mitarbeiter das Unternehmen mit wertvollen Erfahrungen und neuen Sichtweisen.

Die Vor-Ort-Einsätze dauern drei Monate und stehen sowohl ganzen Teams als auch einzelnen Mitarbeitern offen. Im Rahmen des Programms finanziert die Stiftung unter anderem Projekt- und Reisestipendien.

Kindern auf den Philippinen Hoffnung gegeben

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Kathleen Rieser, Senior Brand Managerin bei Consumer Health in Leverkusen, hat zwei Monate lang in der philippinischen Stadt Tacloban Schülern Deutsch beigebracht und beim Management eines Krankenhauses geholfen.

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Kathleen Rieser wollte dort helfen, wo der Taifun Haiyan 2013 das Leben der Einheimischen völlig durcheinandergewirbelt hat. So verwandelte sie sich für zwei Monate in „Teacher Kathleen“ und lernte mit Schülern des Holy Infant College Deutsch. Wertvolle Hilfe leistete die Bayer-Mitarbeiterin zudem für das Mother of Mercy Hospital, das in Folge des Taifuns in finanzielle Schwierigkeiten geraten war. Sie half, einen Businessplan zu erarbeiten und identifizierte gemeinsam mit den Mitarbeitern, wo das Krankenhaus mit Problemen kämpft. Zusammen entwickelte sie daraufhin mit dem Team Lösungsansätze.

Schule und Krankenhaus betreibt der Schwesternorden Religious Sisters of Mercy. Der Kontakt entstand über die Caritas Germany, die auf den Philippinen mit der Bayer Cares Foundation zusammenarbeitet.

Kathleen Riesers Fazit: „Die Auszeit war eine große Chance für mich, Erfahrungen in einem ganz anderen Bereich als meiner normalen Arbeit zu sammeln. Ich habe unmittelbar erlebt, was wirklich wichtig ist: für Menschen Wert zu schaffen.“

Landwirtschaftsprojekt in Indien vorangetrieben

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Nadine Springinklee, Consultant bei Bayer in Leverkusen, verbrachte drei Monate in Indien, um an einem Hygiene- und Landwirtschaftsprojekt der Nichtregierungsorganisation EFFORT mitzuarbeiten.

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Weil Nadine Springinklee selbst einen agrarwirtschaftlichen Hintergrund hat, konnte sie sich schnell für das von Bayer Crop Science gesponserte WASH-Projekt von EFFORT begeistern. Dessen Ziel ist, die Gesundheit von Mensch und Umwelt zu stärken, indem Trainer vor Ort Kleinbauern und ihren Dorfgemeinschaften grundlegende Prinzipien zu Wassernutzung und Hygiene sowie den sicheren Umgang mit Pflanzenschutzmitteln zeigen. Die Bayer Cares Foundation vernetzte Nadine Springinklee und die EFFORT-Trainer vor Ort in Indien. So bezog die Unternehmensberaterin für drei Monate ein Büro in einem kleinen Dorf im indischen Bundesstaat Andra Pradesh. Hier erarbeitete sie unter anderem ein Impact Assessment Framework für das Projekt, also ein Konzept und die nötigen Werkzeuge, um die kurz- und langfristigen Auswirkungen und Erfolge von WASH zu messen. Gleichzeitig entwickelte sie gemeinsam mit EFFORT eine Fundraising-Strategie und baute eine Spenderdatenbank auf.

Nadine Springinklees Fazit: „Mein Wunsch, den direkten Einfluss meiner Arbeit vor Ort zu sehen, hat sich erfüllt. Der Aufenthalt in Indien hat außerdem bewirkt, dass ich den Dingen in meinem Leben nun andere Werte zuordne.“

Ein großer Bruder für Waisenkinder in Bolivien

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Vom Managementberater bei Bayer in Berlin zum Kinderbetreuer in Südamerika. Drei Monate lang half Tobias Ludwig in einem Kinderheim in Bolivien.

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Das Heim Hogar de Niños bietet jungen Menschen in Santa Cruz Obdach, warme Mahlzeiten, Bildungs- und Freizeitangebote. Für drei Monate zog auch Tobias Ludwig hier ein. Der 33-Jährige verbrachte viel Zeit mit den Kindern, unterstützte sie bei den Hausaufgaben oder brachte ihnen Yoga bei. Gemeinsam mit den Kindern und anderen freiwilligen Helfern gestaltete er zudem ein Stückchen Land zu einem Garten um. Dort baut das Kinderheim nun Obst und Gemüse für den eigenen Bedarf und den Weiterverkauf an. Für eine an das Kinderheim angeschlossene Berufsschule hat der Biochemiker darüber hinaus eine Webseite erstellt und Öffentlichkeitsarbeit gemacht.

Das Heim leiten die Mönche der Amigonianer-Bruderschaft. Den Kontakt zu den Mönchen sowie den Aufenthalt hatte die Bayer Cares Foundation in Zusammenarbeit mit Bayer Bolivia organisiert.

Tobias Ludwigs Fazit: „Meine Zeit in Bolivien war eine fantastische Erfahrung und zugleich eine sinnvolle Arbeit. Ich konnte ganz unmittelbar Menschen helfen.“

Gesundheitsprojekt in Ostafrika professionalisiert

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Yuchen Li, Projektmanager bei Bayer in Whippany (USA), hat drei Monate lang in Nairobi und Kakamega (Kenia) gearbeitet und eine Folgenabschätzung mit der Youth-to-Youth-Initiative der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) durchgeführt.

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Yuchen Lis Expertise in Sachen Projektmanagement, Marktforschungund Marketing kam der Youth-to-Youth-Initiative der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) zugute. Unterstützt von der Bayer Cares Foundation berät die DSW Jugendliche und Frauen in Ländern mit niedrigem Einkommen zu den Themen sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte. In ganz Ostafrika hat die Stiftung zu diesem Zweck 400 Jugendclubs gegründet. Hier treffen Jugendliche auf Gleichaltrige, die gut ausgebildet sind und ihnen die nötigen Informationen geben – Beratung auf Augenhöhe, sozusagen.

Yuchen Lis Aufgabe war, das Netzwerk der Jugendclubs auf seine Wirkung und Effizienz hin zu analysieren und Verbesserungen anzuregen. Die Unternehmensberaterin startete über hundert Umfragen, besuchte die Clubs und Slums und interviewte Interessenvertreter der einzelnen Communities.

Yuchen Lis Fazit: „Wenn ich die Jugendlichen in ihrer Arbeit habe unterstützen können, hat sich jede Minute meines Einsatzes gelohnt.“

Kolumbianischen Markt für innovatives Gesundheitsmodell sondiert

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Edwin Powers ist eigentlich Consultant in New York. Für das Duisburger Sozialunternehmen Discovering Hands prüfte er im Rahmen von Bayer People Care for Society den Markteintritt in Kolumbien.

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Discovering Hands hat eine einzigartige Methode zur Brustuntersuchung entwickelt: Frauen mit Sehbehinderung setzen ihre haptischen Fähigkeiten bei der frühzeitigen Krebserkennung ein. Ein Tumor kann auf diese Weise schneller entdeckt und bekämpft werden. Zugleich erhalten Sehbehinderte eine völlig neue Arbeitsperspektive.

Das von der Bayer Cares Foundation geförderte Sozialunternehmen ist gerade dabei, sein Modell auch ins Ausland zu expandieren. Ein mögliches Ziel ist Kolumbien. So kam Edwin Powers ins Spiel. Der Bayer-Mitarbeiter reiste nach Cali in den Südwesten Kolumbiens sowie nach Bogotá, die Hauptstadt Kolumbiens. Vor Ort erstellte der Unternehmensberater gemeinsam mit Studenten der Universidad del Rosario über zwei Monate lang eine Machbarkeitsstudie sowie eine Roadmap für den Markteintritt in dem südamerikanischen Land. Er traf sich unter anderem mit zahlreichen Interessensvertretern und Entscheidern und analysierte das kolumbianische Gesundheitssystem sowie die Nachfrage.

Edwin Powers Fazit: „Ich konnte helfen, die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen einer sehr menschenfreundlichen Initiative zu erhöhen. Das ist ein richtig gutes Gefühl.“